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Der ominöse Fachmann: Geht nicht (ab), gibts nicht!

Fest sitzende Lüfterräder können einem gerade bei alten Motoren wirklich den Nerv ziehen. Im Zweifelsfalle wird auch mal mit extremen Mitteln zu Werke gegangen.

Im Zuge einer kurzen Reinigungsaktion bin ich über dieses Lüfterrad gestolpert. Eigentlich nicht wirklich ein Teil für die Serie über diverse ominöse Fachmänner, doch konnte ich nur rätseln, warum hier mit dem Winkelschleifer ein Lüfterrad gemeuchelt wurde, welches ansonsten durchaus noch zu retten gewesen wäre. So sehr ich mich auch anstrenge, es ist mir bis heute kein, auch nur annähernd sinnvoller Grund eingefallen, warum man ein so grausames Massacker anrichten sollte.

Wie man am Bild wunderbar erkennen kann, ist selbst die Mutter samt Sicherungsring noch dort wo sie sein sollten. Eines ist klar. Der Drei-Arm-Abzieher durfte zuvor bereits seine gnadenlosen Fangarme in das zarte Material des LüRas treiben und nachhaltigen Schaden anrichten. Jeder halbwegs Vernunftbegabte Mensch nimmt von dermaßen martialischen Methoden unter Rücksichtnahme der Materialbeschaffenheit bereits im Vorfeld Abstand. Hier jedoch nicht. Nein, das arme Lüfterrad, vollkommen wehrlos und der brutalen Macht seines Peinigers ausgeliefert, muss nicht nur die brechende Gewalt eines ungeeigneten Abziehers ertragen. Nein. Es wird vollkommen ohne erkennbaren Sinn mit einem Winkelschleifer tief ins legierte Fleisch geschnitten und damit für die Nachwelt maximal zum unförmigen Briefbeschwerer degradiert. Es liegt so viel Böses in den geistern der unzähligen Fachmänner dieser Welt.

Ich habe bereits mehrfach gemessen und verschiedenen Überlegungen angestellt. Das Lüfterrad kann keiner sinnvollen Verwendung an einem Rollermotor mehr zugeführt werden. Zum gnadenhaften Ende seines bedauernswerten Daseins werde ich es in Würde zum Metallverwerter meines Vertrauens bringen und auf ein neues Leben vielleicht sogar als Lüfterrad hoffen.